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Buchhaltung

Erfahren Sie mehr über buchhaltungsrelevante Einstellungen in plentymarkets. Hierzu zählen in plentymarkets Umsatzsteuersätze, Währungen, Umrechnungskurse, die Berechnung von Auftragspreisen, Buchhungsschlüssel, Erlöskonten, Debitorenkonten, aber auch Dokumente. Die meisten buchhaltungsrelevanten Einstellungen lassen sich in plentymarkets standortspezifisch vornehmen. Lediglich die Berechnung von Auftragspreisen gilt global für das gesamte System.
Die genaue Einrichtung von Dokumenten wird auf einer anderen Seite ausführlich beschrieben.

1. Grundlagen der Preisberechnung in plentymarkets

Die Preisberechnung in Aufträgen beruht auf dem Bruttopreis der Varianten. Ausgehend von diesem Bruttopreis wird der Nettopreis der Varianten für den Auftrag errechnet. Die Auftragspositionsummen errechnen sich durch Multiplikation der Einzelpreise mit der gekauften Anzahl. Die Bruttosumme einer Auftragsposition errechnet sich also aus dem Bruttoeinzelpreis multipliziert der Anzahl. Die Nettosumme einer Auftragsposition errechnet sich aus dem errechneten und auf 4 oder 2 Nachkommastellen gerundeten Nettoeinzelpreis multipliziert mit der gekauften Anzahl. Die Nachkommastellen des Einzelpreises werden durch die Einstellungen in der Buchhaltung bestimmt. Der Umsatzsteuerbetrag für eine Auftragsposition ist die Differenz aus Bruttosumme minus Nettosumme.
Durch Ihre Einstellungen bestimmen Sie ab wann der Preis auf 2 Nachkommastellen gerundet wird. Anschließende Berechnungen erfolgen mit diesen gerundeten Werten. Mithilfe der Einstellungen lassen sich folgende Ergebnisse erreichen:

  • Gerundete Einzelpreise

  • Gerundete Auftragspositionssummen

  • Gerundete Gesamtbeträge

2. Speichern und Runden einstellen

Das Menü, in dem die 2 Einstellungen sich befinden sowie eine Erläuterung der Einstellungen. Berücksichtigt für die Berechnung der Auftragspreise werden die Einstellungen, die beim Anlegen eines Auftrags eingestellt waren.

Speichern und Runden einstellen:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Nehmen Sie die Einstellung vor. Beachten Sie die Erläuterungen in Tabelle 1.

  3. Speichern Sie die Einstellungen.

Tabelle 1. Speicher- und Rundungseinstellungen
Einstellung Erläuterung

Anzahl Nachkommastellen bei Preisen

2 oder 4 Nachkommastellen wählen
2 = Preise im Auftrag werden mit nur 2 Nachkommastellen gespeichert. Dadurch wird indirekt auch erreicht, dass der Einzelpreis gerundet wird. Die weitere Berechnung der Summen und des Rechnungsbetrages erfolgt dann basierend auf den gerundeten Einzelpreisen.
4 = Preise werden im Auftrag mit 4 Nachkommastellen gespeichert. Wenn 4 Nachkommstellen gewählt werden, werden standardmäßig die Summen von Auftragsposition gerundet. Im Hintergrund werden die Summen jedoch ungerundet mit 4 Nachkommastellen gespeichert, so dass es möglich bleibt, später auch nur die Gesamtbeträge zu runden. Durch ein Häkchen bei Nur Gesamtpreise runden wird das standardmäßige Rundungsverhalten bei 4 Nachkommastellen aufgehoben und erst zu einem späteren Zeitpunkt gerundet.

Nur Gesamtpreise runden

Häkchen setzen, um das standardmäßge Runden bei 4 Nachkommastellen außer Kraft zu setzen und stattdessen erst die Gesamtbeträge zu runden. Gesamtbeträge bezieht sich auf den Warenwert eines Auftrages. Bezogen auf die Dokumenteinstellungen einer Rechnung sind das die Werte, die unter der Überschrift Summen aufgeführt werden.
Bei 4 Nachkommastellen werden ohne das Häkchen die Summen der Auftragspositionen gerundet.
Bei 2 Nachkommastellen hat das Häkchen keine Auswirkungen, da bereits der Einzelpreis gerundet wird.

2.1. Beispielberechnungen

Im folgenden wird ein Vergleich der unterschiedlichen Berechnungvarianten und der resultierenden Beträge anhand eines Beispiels dargestellt.
Verkauft wurden Stoffe. Es wurde mehrere Bahnen des gleichen Stoffs in einer Breite von 50 Zentimeter und von 30 Zentimeter gekauft. Die 50-Zentimeterbahn wurde 8 mal gekauft und die 30-Zentimeterbahn 7 mal. 30 Zentimeter kosten 2,187 € und 50 Zentimeter kosten 3,645 €. Die Preise basieren auf einem Meterpreis von 7,29 €. Welche Einstellungen für welche Variante gewählt werden müssen, steht ebenfalls in der Tabelle.

Preisrunden

Bild 1: Preisrundungsvarianten im Vergleich**

3. Umsatzsteuereinstellungen vornehmen

Die Einstellungen zur Umsatzsteuer sind standortabhängig. Sie können also für jeden Standort andere Einstellungen festlegen. Standorte sind notwendig für Firmensitze oder Versandländer, d.h. Länder aus denen Sie versenden.
Ihr System unterscheidet bei Standortländern zwischen Mitgliedsländern der EU und anderen Ländern. Wenn Sie einen Standort einrichten, der nicht in der EU liegt, wird jede Lieferung in ein anderes Land als Ausfuhrlieferung betrachtet. Wenn Ihr Standort in der EU liegt, wird zwischen innergemeinschaftlichen Lieferungen und Ausfuhrlieferungen unterschieden.
Zu den umsatzsteuerrelevanten Grundeinstellungen zählen Festlegungen zum Umgang mit Ausfuhrlieferungen und zur Anzeige der Umsatzsteuer von Versandkosten. Für EU-Standorte legen Sie außerdem fest wie sich das System bei einer Umsatzsteuer-ID im Auftrag verhält.

3.1. Kleinunternehmerregelung anwenden

Wenn Sie Kleinunternehmer sind und erreichen wollen, dass auf Rechnungen keine Steuersätze angewendet werden, genügt das Setzen eines Häkchens in den Standorteinstellungen. Für eine korrekte Funktionsweise des Systems müssen Sie jedoch trotzdem Umsatzsteuersätze speichern. Diese werden allerdings nicht angewendet.

Kleinunternehmereinstellung nur sichtbar bei Deutschland als Systemland

Die Einstellung Kleinunternehmer ist nur sichtbar, wenn für Ihr System Deutschland als Systemland gespeichert wurde. Es handelt sich hierbei um eine Einstellung auf die Sie keinen Zugriff haben und die anhand Ihrer Informationen beim Bestellen eines plentymarkets Systems gewählt wird.

Kleinunternehmerregelung anwenden:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Setzen Sie ein Häkchen bei Kleinunternehmer (nur für Deutschland).

  3. Speichern Sie die Einstellungen.

Kleinunternehmerhinweis auf Rechnungen ausgeben

Als Kleinunternehmer müssen Sie den Grund für die fehlenden Umsatzsteuerangaben auf der Rechnung ausgeben. Tragen Sie also einen Hinweis in der Rechnungsvorlage ein. Die oben beschriebene Einstellung sorgt nicht dafür, dass auf der Rechnung automatisch ein Hinweis ausgegeben wird, der Sie als Kleinunternehmer ausweist.

3.2. Rechnungsstellung bei innergemeinschaftlichen EU-Lieferungen einstellen

Für Lieferungen innerhalb der Europäischen Union können Sie wählen, ob Kunden mit einer Umsatzsteuer-ID eine Netto-Rechnung oder eine Brutto-Rechnung erhalten. In vielen Fällen haben hierbei die Daten des Lieferempfängers Vorrang. Damit eine Netto-Rechnung ausgestellt wird, muss die Lieferadresse in einem anderen EU-Mitgliedsland liegen als dem Land des Versenders. Bei Lieferungen innerhalb eines EU-Mitgliedslandes wird unabhängig von der gewählten Einstellung immer Umsatzsteuer berechnet. Um das zu verhindern muss der Lieferung eine Gelangensbestätigung beigelegt werden und dies im Auftrag bei der Lieferanschrift gewählt werden. Bei Privatkäufen wird ebenfalls immer eine Rechnung mit Umsatzsteuer ausgestellt, es sei denn Sie nutzen die Kleinunternehmereinstellung.

Brutto- oder Nettorechnung für innergemeinschaftliche Lieferungen einstellen:

  1. Wählen Sie einen Standort unter System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wählen Sie für Umsatzsteuer-ID eine Option aus dem Dropdownmenü. Beachten Sie die Erläuterungen in Tabelle 2.

  3. Speichern Sie die Einstellungen.

Tabelle 2. Rechnungseinstellung für innergemeinschaftliche EU-Lieferungen

Einstellung

Erläuterung

Umsatzsteuer-ID

Gilt nur für Lieferungen innerhalb der EU.
Für Standorte außerhalb der EU hat die Einstellung keine Auswirkung.

Brutto-Rechnung = Alle Rechnungen für innergemeinschaftliche Lieferungen werden brutto ausgestellt.
Netto-Rechnung = Rechnungen bei Kunden, die eine Umsatzsteuer-ID haben, werden netto, d.h. ohne Umsatzsteuer, ausgestellt.
Liegt die Lieferadresse dieses Kunden im selben Land wie der Standort, wird für den Auftrag trotzdem Umsatzsteuer berechnet. Per Gesetz ist es jedoch zulässig, bei Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-ID im europäischen Ausland auch bei einer deutschen Lieferadresse den Auftrag netto auszuführen, wenn dem Auftrag eine Gelangensbestätigung beigelegt wird. Daher gibt es in der Lieferanschrift im Auftrag und in den Kundendaten die Einstellung Gelangensbestätigung. Das Aktivieren im Auftrag bewirkt, dass die Gelangensbestätigung einmalig für diesen Auftrag angewendet wird. Das Aktivieren in den Kundendaten bewirkt, dass die Gelangensbestätigung immer bei dieser Lieferadresse des Kunden angewendet wird. Wird die Option Gelangensbestätigung aktiviert (Häkchen gesetzt), werden Lieferungen ins EU-Ausland mit deutscher Lieferanschrift wie eine EU-Auslandssendung behandelt. Ob die Rechnung brutto oder netto ausgestellt wird, ist dann von den Einstellungen Umsatzsteuer-ID und Ausfuhrlieferung in diesem Menü abhängig. Ist die Option Gelangensbestätigung nicht aktiviert, werden diese Aufträge brutto berechnet.

3.2.1. Beispiele für Einstellungsauswirkung

Im folgenden werden 6 mögliche Kombinationen und die Auswirkungen beschrieben.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender, der Lieferempfänger und der Rechnungsempfänger im gleichen EU-Land sind?

In diesem Fall wird die Rechnung trotz der Einstellung Nettorechnung immer brutto ausgestellt.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender und der Lieferempfänger im gleichen EU-Land sind, aber der Rechnungsempfänger in einem anderen EU-Land ist?

In diesem Fall wird die Rechnung trotz der Einstellung Nettorechnung brutto ausgestellt. Jedoch ist, wenn der Rechnungsempfänger eine Ust.-Id.-Nr. hat, eine Nettorechnung zulässig. Damit die Rechnung tatsächlich netto ausgestellt wird, muss aber zusätzlich in den Lieferadressdaten des Auftrags die Gelangensbestätigung aktiviert sein. Wenn die Gelangensbestätigung nicht aktiviert ist, wird eine Brutto-Rechnung ausgestellt. Die Gelangensbestätigung muss in jedem Auftrag individuell aktiviert werden.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender und der Rechnungsempfänger im gleichen EU-Land sind, aber der Lieferempfänger in einem anderen EU-Land ist?

Wenn der Empfänger der Lieferung eine Ust.-Id.-Nr. hat, wird die Rechnung netto ausgestellt. Der inländische Rechnungsempfänger spielt in diesem Fall keine Rolle.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender in einem EU-Land ist, aber der Lieferempfänger und der Rechnungsempfänger in einem anderen EU-Land sind?

Sobald einer von beiden, Liefer- oder Rechnungsempfänger, eine Ust.-Id.-Nr. hat, wird die Rechnung netto ausgestellt. Wenn keiner von beiden eine Ust.-Id.-Nr. hat, wird die Rechnung brutto ausgestellt.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender in einem EU-Land, aber der Lieferempfänger in einem anderen EU-Land und der Rechnungsempfänger außerhalb der EU ist?

Sobald einer von beiden, Liefer- oder Rechnungsempfänger, eine Ust.-Id.-Nr. hat, wird die Rechnung netto ausgestellt. Wenn keiner von beiden eine Ust.-Id.-Nr. hat, wird die Rechnung brutto ausgestellt.

Wie wirkt sich die Einstellung Nettorechnung aus, wenn der Versender in einem EU-Land, aber der Rechnungsempfänger in einem anderen EU-Land und der Lieferempfänger außerhalb der EU ist?

In diesem Fall handelt es sich um eine Ausfuhrlieferung und die Einstellung für Ausfuhrlieferung wird angewendet. Welche Einstellungsoptionen Sie für Ausfuhrlieferungen haben, wird im nächsten Abschnitt beschrieben.

3.3. Rechnungsstellung bei Ausfuhrlieferung einstellen

Sie können für jeden Standort festlegen, ob für Ausfuhrlieferungen eine Netto-Rechnung oder eine Brutto-Rechnung ausgestellt wird. Grundlage für eine Ausfuhrlieferung ist die Annahme, dass Sie Ihr Geschäft in der EU betreiben. Die gewählte Einstellung greift, wenn die Lieferung in ein Land erfolgt, das nicht zur Europäischen Union gehört. Netto-Rechnung bedeutet, dass Kunden eine Rechnung ohne Umsatzsteuer erhalten.

Brutto- oder Nettorechnung für Ausfuhrlieferung einstellen:

  1. . Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wählen Sie für Ausfuhrlieferung eine Option aus dem Dropdownmenü. Beachten Sie die Erläuterungen in Tabelle 3.

  3. Speichern Sie die Einstellungen.

Tabelle 3. Rechnungseinstellungen für Ausfuhrlieferung

Einstellung

Erläuterung

Ausfuhrlieferung

Netto-Rechnung = Rechnungen für Ausfuhrlieferungen werden ohne Umsatzsteuer ausgestellt.
Diese Einstellung wird jedoch ignoriert, wenn für das Ausfuhr-Lieferland Steuersätze eingetragen sind. In diesem Fall wird die Rechnung trotzdem brutto. Brutto-Rechnung = Die Umsatzsteuer wird auf Rechnungen für Ausfuhrlieferungen ausgewiesen.
Welcher Steuersatz angewendet wird, hängt davon ab, ob für das Ausfuhr-Lieferland ein Umsatzsteuersatz eingestellt wurde oder nicht. Wenn für das Ausfuhr-Lieferland Steursätze eingestellt sind, werden diese verwendet. Wenn für das Ausfuhr-Lieferland kein Steuersatz eingestellt ist, wird der Steuersatz das Standortlandes angewendet.

3.4. Umsatzsteuersätze einrichten

In plentymarkets ist die Unterscheidung zwischen Standorten und Lieferländern, in denen Sie steuerpflichtig sind, wichtig. Ein Standort ist sozusagen ein Firmensitz. Standardmäßig sind in plentymarkets 2 Standorte vorangelegt. Diese Standorte sind Deutschland und United Kingdom. Sie benötigen mindestens einen Standort und weitere Standorte, wenn Sie in weiteren Ländern Niederlassungen haben. Für die beiden vorangelegten Standorte ist bereits je eine Beispielkonfiguration mit Steuersätzen eingerichtet. Verwenden Sie diese Konfigurationen jedoch nicht für den Produktivbetrieb Ihres Systems. Fügen Sie eigene Konfigurationen hinzu und löschen Sie anschließend die vorangelegten. Sie müssen also mindestens eine Konfiguration einrichten. Sie können mit dieser Konfiguration in verschiedene Länder versenden. Sobald Sie die Lieferschwelle für ein Land überschreiten, müssen Sie eine weitere Konfiguration hinzufügen, damit die Steuerabgaben korrekt berechnet werden. Standorte fügen Sie für Firmensitze hinzu und das Land des Standortes mit Steuerkonfiguration für korrekte Abrechnungen. Erst wenn Sie in weiteren Ländern steuerpflichtig werden, weil Sie die Lieferschwelle überschreiten, fügen Sie einem Standort weitere Länder mit Steuerkonfiguration hinzu.

Informationen des Bundesamts für Steuern

Steuerliche Informationen zu den europäischen Lieferländern sowie USA und Japan finden Sie zum Beispiel auf der Website des Bundeszentralamts für Steuern.

VorangelegteStandorteUndSteuersätze

Bild 2: Vorangelegte Umsatzsteuersätze und Standorte

Vorangelegte Steuerkonfiguration und Standorte ersetzen

Die in Bild 2 gezeigte Steuerkonfiguration ist vorangelegt, enthält jedoch eine Phantasieumsatzsteuer-ID, weshalb Sie zwingend eine eigene Konfiguration anlegen müssen und anschließend die vorangelegte löschen können.

Umsatzsteuersätze einrichten:

  1. Wählen Sie einen Standort unter System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Umsatzsteuersätze.

  3. Klicken Sie auf Neue Konfiguration.

  4. Wählen Sie ein Land.

  5. Tragen Sie den höchsten Steuersatz in Steuersatz A ein. → Weitere Steuersätze absteigend eintragen

  6. Tragen Sie Ihre Umsatzsteuer-ID ein.

  7. Wählen Sie ein Datum, ab dem dieser Steuersatz gelten soll.

  8. Beachten Sie die Erläuterungen zu den Einstellungen in Tabelle 4.

  9. Speichern Sie die Einstellungen. → Die neue Konfiguration wird geöffnet und die Einstellung für Differenzbesteuerung wird zusätzlich angezeigt.

Tabelle 4. Einstellungen einer Steuerkonfiguration

Einstellung

Erläuterung

Land

Land wählen, in dem Sie steuerpflichtig sind
Wichtig: Nachträglich kann das Land nicht geändert werden.

Steuersatz A in %
Steuersatz B in %
Steuersatz C in %
Steuersatz D in %

Steuersätze eintragen, beginnend mit dem höchsten und dann absteigend.
Wichtig: Nachträglich können einer Konfiguration keine Steuersätze hinzugefügt oder bestehende geändert werden. Die Namen sind nur für die Buchhaltungssoftware Xero relevant.

Gültig ab

Das Datum im Kalender wählen, ab dem die Steuersätze gelten sollen.
Wichtig: Bei manueller Eingabe das Jahr vierstellig eintragen, da eine zweistellige Eingabe, z.B. 14 statt 2014, zu Fehlern führt.

Nur für digitale Artikel

Aktivieren durch Häkchen setzen, wenn die Steuerkonfiguration nur für digitale Artikel gelten soll. Beachten Sie das Kapitel Umsatzsteuer für digitale Artikel.

Differenzbesteuerung

Angeben, welcher Steuersatz für differenzbesteuerte Artikelpositionen in Rechnungen benutzt werden soll. Wenn kein Steuersatz ausgewählt ist, können differenzbesteuerte Artikelpositionen in Rechnungen nicht angezeigt werden (= Grundeinstellung).
Die Einstellung wird erst nach dem Speichern einer Konfiguration sichtbar.
Wichtig: Bei der Einstellung Differenzbesteuerung handelt es sich um eine ältere Sonderimplementierung, bei der der Steuersatz für den gesamten Betrag der differenzbesteuerten Artikelpositionen verwendet wird und nicht nur für die Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis.

3.5. Umsatzsteuer für digitale Artikel

Für digitale Artikel muss der Steuersatz des Käufers angewendet werden. Diese Steuersätze werden aufgrund einer EU-Verordnung seit 1.1.2015 benötigt. Wenn für ein Lieferland bereits ein Steuersatz vorhanden ist, z.B. weil die Lieferschwelle überschritten wurde, braucht kein weiterer Steuersatz nur für digitale Artikel angelegt werden. Der vorhandene Steuersatz wird verwendet. Sind für ein oder mehrere Lieferländer keine Steuersätze eingerichtet, richten Sie Ihre Buchhaltung dafür in plentymarkets wie im Folgenden beschrieben ein.
Die EU-Verordnung betrifft B2C-Umsätze. B2B-Umsätze ohne Umsatzsteuer werden davon nicht berührt.

Digitale Artikel steuerlich auszeichnen:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Umsatzsteuersätze.

  3. Legen Sie eine Steuerkonfiguration für jedes Lieferland an, in dem Sie digitale Artikel verkaufen.

  4. Aktivieren Sie in der Steuerkonfiguration die Einstellung Nur für digitale Artikel.

  5. Legen Sie ein Merkmal für digitale Artikel an, z.B. mit dem Namen Digital. Das Merkmal darf kein Bestellmerkmal sein.

  6. Stellen Sie das Merkmal im Menü System » Artikel » Einstellungen bei der Option Artikelmerkmal zur Erkennung von digitalen Produkten ein.

  7. Hinterlegen Sie das Merkmal bei jedem Artikel, der als digitales Medium verkauft wird, im Tab Merkmale.

4. Buchungsschlüssel, Erlös- und Debitorenkonten einrichten

Buchungsschlüssel sind einzig für den DATEV-Export relevant. Wenn Sie nicht mit DATEV arbeiten, können Sie das Menü für Buchungsschlüssel ignorieren. Erlöskonten richten Sie ein, um Ihre Umsatzerlöse zu verbuchen. Debitorenkonten richten Sie ein, um Ihre Forderungen zu verwalten.

4.1. Buchungsschlüssel einrichten

Die Buchungsschlüssel sind für den DATEV-Export relevant. Wenn Sie nicht mit DATEV arbeiten, überspringen Sie dieses Kapitel. Buchungsschlüssel heißen bei DATEV Steuerschlüssel und dienen der korrekten Übertragung von Buchungsdaten. DATEV hat einige Standardsteuerschlüssel. Der Standardsteuerschlüssel für 19 % Umsatzsteuer gemäß Standardkontenrahmen 03 und Standardkontenrahmen 04 ist 3. Die für Sie gültigen Steuerschlüssel entnehmen Sie bitte Ihrem Kontenplan. plentymarkets ermittelt automatisch, ob es sich um eine Soll- (S) oder eine Haben-Buchung (H) handelt. Diese Information wird dann im Export in einer eigenen Spalte ausgegeben.

Buchungsschlüssel einrichten:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Konten.
    → Das Tab Buchungsschlüssel wird geöffnet.

  3. Tragen Sie pro Steuersatz einen Buchungsschlüssel ein.

  4. Speichern Sie die Einstellungen.

4.2. Debitorenkonten einrichten

Debitorenkonten richten Sie z.B. für Ihre Forderungen ein. In plentymarkets können Sie wählen anhand welches Kriteriums Forderungen Debitorenkonten zugeordnet werden. Sie können z.B. die Nachnamen der Debitoren oder das Lieferland zur Zuordnung nutzen. Legen Sie also zuerst das Kriterium fest und tragen Sie dann die Konten ein.

Debitorenkonten einrichten:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Konten.
    → Das Tab Buchungsschlüssel wird geöffnet.

  3. Wechseln Sie in das Tab Debitorenkonten.

  4. Nehmen Sie die Einstellungen vor. Beachten Sie dazu die Erläuterungen in Tabelle 5.

  5. Speichern Sie die Einstellungen.

Tabelle 5. Einstellungen einer Steuerkonfiguration

Einstellung

Erläuterung

Standard-Debitorkonto

Ein Standard-Debitorkonto eintragen, das verwendet wird, wenn kein anderes Debitorkonto zutrifft oder eingerichtet wurde.
Wichtig: Wenn im Kundendatensatz eines Kunden ein Debitorkonto gespeichert wurde, wird immer dieses exportiert.
Das Debitorkonto wird in den Kundendaten hinterlegt, sobald es das erste Mal ermittelt wird. Dazu muss mindestens ein Umsatzexport ausgeführt werden, der die Debitorenkonten ausgibt, z.B. ein DATEV- oder Collmex-Export.

Speichere Debitorkonto am Kundenstammdatensatz

Häkchen setzen, damit im Kundendatensatz ein Debitorkonto gespeichert wird, wenn dort noch kein Debitorkonto gespeichert ist. Das Debitorkonto wird nach der eingestellten Option für Automatische Vergabe von Debitorkonten vergeben.
Wenn zu dem gewählten Verfahren kein Debitorkonto hinterlegt ist, wird das Standard-Debitorkonto verwendet.

Automatische Vergabe von Debitorkonten nach

Ein Kriterium aus dem Dropdown-Menü wählen, nach dem die Debitorkonten vergeben werden sollen.
Je nach gewähltem Kriterium müssen später die tatsächlichen Konten eingetragen werden.
Anfangsbuchstabe = Debitorkonto wird anhand der Anfangsbuchstaben von Kundendaten zugeordnet. Welche Kundendaten und in welcher Reihenfolge berücksichtigt werden, bestimmen Sie durch das 2. Dropdown-Menü.
Die Reihenfolge Firma, Nachname, Vorname sorgt dafür, dass zuerst der Firmenname berücksichtigt wird. Wenn kein Firmenname eingetragen wurde, wird der Nachname berücksichtigt usw.
Zahlungsart = Debitorkonto wird anhand der Zahlungsart eines Auftrages zugeordnet.
Lieferland = Debitorkonto wird anhand des Lieferlandes eines Auftrages zugeordnet.
Lieferland, für Inland jedoch Zahlungsart = Debitorkonto wird anhand des Lieferlandes eines Auftrages zugeordnet und wenn das Lieferland des Auftrages dem Land der Steuerkonfiguration entspricht, dann wird die Zahlungsart als weiteres Kriterium berücksichtigt.
Hinweis: Stimmen Sie die Wahl des Verfahrens mit Ihrer Finanzbuchhaltung bzw. Ihrem Steuerbüro ab.

Anfangsbuchstaben (A - Z bzw. 0 - 9 Debitorkonto)

Debitorkonten eintragen, die in Abhängigkeit des Anfangsbuchstabens verwendet werden sollen. Tragen Sie nur Debitorenkonten ein, wenn Sie die Debitorenkonten nach Anfangsbuchstaben vergeben lassen.

Lieferländer

Debitorkonten für die in Ihrem System eingerichteten Lieferländer hinterlegen. Tragen Sie nur Debitorenkonten ein, wenn Sie die Debitorenkonten nach Lieferländern vergeben lassen.

Zahlungsarten

Debitorkonten für die in Ihrem System eingerichteten Zahlungsarten hinterlegen. Tragen Sie nur Debitorenkonten ein, wenn Sie die Debitorenkonten nach Zahlungsarten vergeben lassen.

4.3. Erlöskonten einrichten

Richten Sie Erlöskonten ein, um Ihre Umsatzerlöse Konten zuzuordnen. Sie haben die Möglichkeit für steuerpflichtige Erlöse pro Steuersatz ein Erlöskonto anzugeben sowie für umsatzsteuerfreie Erlöse.

Erlöskonten für steuerpflichtige Erlöse einrichten:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Konten.
    → Das Tab Buchungsschlüssel wird geöffnet.

  3. Wechseln Sie in das Tab Erlöskonten.

  4. Tragen Sie pro Steuersatz, den Sie nutzen, ein Konto ein.

  5. Speichern Sie die Einstellungen.

Erlöskonten für umsatzsteuerfreie Erlöse einrichten:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.
    → Das Tab Grundeinstellungen wird geöffnet.

  2. Wechseln Sie in das Tab Konten.
    → Das Tab Buchungsschlüssel wird geöffnet.

  3. Wechseln Sie in das Tab Umsatzsteuerfreie Erlöse.

  4. Tragen Sie bei Erlöse aus EU ein Konto für Erlöse aus umsatzsteuerfreien innergemeinschaftlichen Verkäufen ein.

  5. Tragen Sie bei Erlöse bei Ausfuhr ein Konto für Erlöse aus umsatzsteuerfreien Ausfuhrlieferungen ein.

  6. Speichern Sie die Einstellungen.

4.4. Einstellungen auf andere Standorte übertragen

Mit der Funktion Einstellungen übertragen kopieren Sie Einstellungen des aktuellen Standortes auf einen oder mehrere andere Standorte. Dabei können Sie die Einstellungen entsprechend der Tabs der Buchhaltung einzeln oder zusammen übertragen.

Folgende Einstellungen sind übertragbar:

  • Grundeinstellungen

  • Umsatzsteuersätze

  • Konten

Gehen Sie wie folgt vor, um Einstellungen auf einen oder mehrere Standorte zu übertragen:

Einstellungen auf einen oder mehrere Standorte übertragen:

  1. Öffnen Sie das Menü System » Mandant » Mandant wählen » Standorte » Standort wählen » Buchhaltung.

  2. Klicken Sie auf Einstellungen auf anderen Standort übertragen.

  3. Setzen Sie ein Häkchen unter Standort bei einem oder mehreren Standorten, auf die Sie die Einstellungen übertragen möchten.

  4. Setzen Sie ein Häkchen bei den Optionen, die Sie übertragen möchten.

  5. Klicken Sie auf Übertragen.
    → Die Einstellungen werden auf die Standorte übertragen.

5. Buchhaltungsdaten exportieren

plentymarkets bietet die Möglichkeit Buchhaltungsdaten zu exportieren und so an ein Buchhaltungsprogramm zu übergeben. Beim Export werden Debitorenkonten, Erlöskonten und Buchungsschlüssel vergeben, wenn Sie wie oben beschrieben die Einstellungen vorgenommen haben.

Im Menü Daten » Daten-Export wählen Sie das Datenformat und nehmen den Datenexport vor.

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